
Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ratekau,
ich möchte zurückschauen auf das vergangene Jahr mit seinen Veränderungen und Umstrukturierungen.
Kommunalpolitik

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ratekau,
ich möchte zurückschauen auf das vergangene Jahr mit seinen Veränderungen und Umstrukturierungen.
Diese begannen mit einer Mehrheitsentscheidung, die für uns bis heute unverständlich ist, nämlich der Zusammenlegung des Umwelt- und Bauausschusses zum neuen Konstrukt Ausschuss für Umwelt, Natur, Energie und Bauen.
Positiv war und ist für uns das Konjunkturprogramm II der damaligen Koalitionspartner mit dem kommunalen Investitionsprogramm. Es gab uns z.B. die Möglichkeit, die energetische Sanierung der Realschule in Angriff zu nehmen. Auch wenn die Gemeinde einen erheblichen Eigenanteil zu leisten hat, wäre die Maßnahme ohne diese Unterstützung nicht zu bewältigen gewesen.
Wir sind stolz darauf, für unsere Kleinsten ein beispielhaftes Angebot an Krippen-, Tagespflege- und Kindergartenplätzen bieten zu können.
Auf den Weg gebracht haben wir auch die Kinder- und Jugendbeteiligung mit dem Ziel, einen Kinder- und Jugendbeirat zu gründen.
Dabei ist uns besonders wichtig, dass auch 2010 die soziale Infrastruktur unserer Gemeinde im bisherigen Umfang erhalten bleibt und es weder im Kinder- und Jugend- noch im Seniorenbereich zu Einsparungen kommt.
Für ihre gute und nachhaltige Umweltarbeit hat die Gemeinde landes- und bundesweit Anerkennung gefunden. Diese Anerkennung gipfelte in der Auszeichnung unserer Gemeinde als Klimaschutzkommune 2009. Wir erreichten als Kommune mit bis zu 20.000 Einwohnern bundesweit den 3. Platz und erhielten die Siegerurkunde der Deutschen Umwelthilfe in Berlin ausgehändigt.
Die SPD-Fraktion war und ist in dieser Entwicklung die treibende Kraft.
Dies spornt uns an, den Ausbau regenerativer Energien weiter voranzutreiben, um Energie einzusparen. Wir wollen auch weiterhin über Bürgersolaranlagen möglichst viele Bürger an dieser zukunftsweisenden Einrichtung teilhaben und von den Erlösen profitieren lassen.
Finanziell steht die Gemeinde nach wie vor im Vergleich zu anderen Kommunen gut da. Allerdings sind wir als Gemeinde das letzte Glied einer Kette, und es ist zu befürchten, dass die Steuererleichterungen des Bundes durchgereicht werden zu den Ländern, den Kreisen und zu guter Letzt dann unseren Haushalt belasten werden.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde Ratekau,
wir haben durch gute und die Parteiinteressen zurückstellende Verhandlungen mit allen Fraktionen in der Gemeindevertretung ein sehr gutes Ergebnis für Sie und vor allem ihre Kinder, erreicht.
Aber: die Wahlen zum deutschen Bundestag und zum Schleswig-Holsteinischen Landtag am 27.09.2009 waren für uns, für die SPD ein Schock und ein desaströses Ergebnis.
Es ist uns nicht gelungen, Ihnen die Glaubwürdigkeit eines Wahlkampfes, der hier vor Ort mit kompetenten und engagierten Kandidatinnen geführt wurde, zu übermitteln.
Wir müssen nun herausfinden, was Sie wünschen, eine Politik, die über rein materielle Absicherung, über kostenfreie Kitaplätze und energetische Gebäudesanierung hinausgeht?
Die Ideale und Visionen einer modernen sozialdemokratischen Politik in unserer traditionsreichen Partei sind Bildung, die nicht nur auf dem Papier steht, intelligente Arbeitszeitgestaltung und Wirtschafts-demokratie.
Es gibt viel zu tun, helfen Sie uns, reden Sie mit uns!
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlergehen.
Irmgard Bartholomé
Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion
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